- Kiri und Katie am Rande der Kreativität -
Vor ein paar Wochen haben Kiri von Follow the Fireflies und Ich euch bereits über unsere Idee informiert. Wer die Beiträge verpasst hat, kann hier oder hier nochmal nachlesen.
Im Groben geht es darum, anhand von ausgelosten Stichpunkten eine Geschichte mit bis zu 900 Wörtern (haben wir hochgesetzt) zu erfinden.
Nun geht es weiter bei
Zwischen Genie und Wahnsinn
Kiri und Katie am Rande der Kreativität!
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Kiri und Katie am Rande der Kreativität!
Vorgaben für die heutige dritte Geschichte waren:
Thema: Liebe
Ort: Deutschland
Zeit: Mittelalter
Anzahl Personen:5
Schlagwort:---
- Meine Geschichte -
Die Stunde war gekommen. Mit pochendem Herzen schlich Agnes die Stiege hinunter, in der Stube hörte sie bereits die gedämpften Stimmen ihrer Eltern. Es würde nicht mehr lange dauern, bis es an der Tür klopfen würde. Wenn die Sonne über den Horizont steigt, das war die Vereinbarung gewesen und daran würde er sich halten. Und schon bald würden sie Mann und Frau werden.
Agnes hatte großes Glück, dass sie im Christlichen Zeitalter, in welches sie geboren wurde und welches erst mit dem Jüngsten Tag enden würde, einen jungen Mann gefunden hatte, für den sie wahre Liebe empfand. Noch bevor Agnes‘ Eltern einen Jüngling hatten ersuchen können, hatte sie Nikolai getroffen.
Sie kehrte gerade vom Feld zurück, welches die Familie von einem Cousin geerbt hatte. Daher lag es nicht im direkten Umfeld zum Haus, sondern einen Fußmarsch an der Burgmauer entlang entfernt. Und wie sie den Kartoffelsack schleppte, kam ein Edelknecht vorbei und weil er soeben von seinem Herrn auf Freigang geschickt wurde, stieg er von seinem Ross und bot seine Hilfe an. „Wohin des Weges, junge Frau?“, fragte er und die Edelkeit sprach aus seiner Stimme. Dass er ein Knappe war, hatte Agnes sofort am Burgwappen auf seiner Brust und seinem Ross erkannt.
„Ich bin auf dem Weg zu meinem Elternhaus. Diese Kartoffeln muss ich dort hinbringen.“
Der Edelknecht nahm ihr den Beutel ab und band ihn an den Sattel seines Pferdes, welches er nun am Halfter führte. „Und wo befindet sich Ihr Elternhaus?“
„Direkt auf der anderen Seite der Burg, Herr Page, direkt in ihrem Schatten.“
„Sie und ihre Familie sind treue Leute?“
„Sehr treu.“
„Wie ist Ihr Name?“
„Ich bin Agnes Schmied, die Tochter des Hufbeschlagers Siegmund Schmied.“
Der Knappe nickte bedächtig: „Ich hörte von ihm. Er ist ein tüchtiger Mann.“
Sie gingen eine Weile schweigend, doch dann durchbrach Agnes‘ Neugier die Stille: „Darf ich nach Ihrem Namen fragen, edler Herr?“
Er lachte: „Ich dachte schon Sie fragen nie! Mein Name ist Nikolai Augustin, ich bin Schildknappe und lerne mein Handwerk auf Burg Wagenstein.“
„Das habe ich sogleich erkannt, an Ihrem Wappen und an Ihrem Pferd.“
Sie lachten einstimmig und als sie endlich an Agnes‘ Heim angekommen waren, war es um sie geschehen.
„Sind Sie bereits einem Manne versprochen?“, fragte Nikolai und zu seiner Freude schüttelte Agnes den Kopf.
„Ich werde bei Ihren Eltern um Ihre Hand halten. Erwarten Sie mich morgen, wenn die Sonne über den Horizont steigt, gemeinsam mit meinem Lehrmeister, Sire Frederik von Holstein.“
Beinahe wäre Agnes in eine Ohnmacht gefallen. Doch sie schleppte sich und den Sack Kartoffeln in das Haus das Schmieds und bereitete ihren Eltern die freudige Nachricht. Die waren ganz aus dem Häuschen und ihre Mutter begann sogleich, das Haus für den anstehenden Besuch vorzubereiten. „Welch frohe Botschaft! Agnes, das ist ein Wunder, dass du diesen Edelknecht heute getroffen hast.“, rief sie und wirbelte durch die Küche. Agnes kleine Schwester machte große Augen, doch sie verstand noch nicht, was vor sich ging.
Und nun wartete Agnes gebannt auf den Besuch von Nikolai und seinem Lehrmeister, einem wahren Ritter. Die Sonne stand schon ein gutes Stück über dem Horizont und bald wäre Agnes in Tränen aufgelöst gewesen, da klopfte es an die schwere Eichentür. Mit stolzgeschwellter Brust öffnete der Hufbeschlager Siegmund die Pforte und stand sowohl Nikolai als auch Sire von Holstein gegenüber. Die Pferde hatten sie am Gatter angebunden.
Agnes‘ Mutter stand am Ofen und kochte den Tee und einen Brei zum Frühstück auf und die Herren nahmen gerne um sich von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Wie die Mutter, so die Tochter. Mit funkelnden Augen begrüßte Agnes ihren Liebsten Nikolai und auch er schenkte ihr ein wärmendes Lächeln.
„Nun, Hufschmied, Sie führen Ihren Betrieb ganz ausgezeichnet, wie ich höre.“, begann Sire von Holstein die Unterhaltung.
„Viele Menschen kommen von weit her um die Hufe ihrer Tiere beschlagen zu lassen. Ich habe immer zu tun.“
Von Holstein nickte: „Sie sind also wirtschaftlich gut gestellt.“
Agnes‘ Eltern bestätigten dies.
„Wann wird Ihr Junge in den Ritterstand eintreten?“, fragte Siegmund gerade heraus.
„Wenn er es möchte, dann ist er in wenigen Monaten dazu befugt.“, antwortete von Holstein.
Wenige Monate nur noch! Welch Glücksfang!
„Dann ist er ein ganzes Stück älter als unsere Agnes.“, sagte Siegmund.
„Ich bin nun 20 Jahre alt, und Ihre Tochter besitzt gewiss die Reife, meine Frau zu werden.“, sagte Nikolai und wieder machte Agnes‘ Herz einen Hüpfer – welch Glück sie doch hatte! Sie würde regelmäßig zum Kartoffelfeld gehen und im Gebet ihre Dankbarkeit äußern.
„Sie ist nun 15 und hat alle wichtigen Fertigkeiten einer Frau gelernt. Auch auf dem Feld kann sie anpacken.“, brachte Agnes‘ Mutter ein.
„Auf dem Feld wird sie nie wieder arbeiten müssen.“, entgegnete von Holstein.
Und nachdem noch einige finanzielle und lokale Angelegenheiten geklärt waren, standen Nikolai und Sire von Holstein vom Tisch auf und gingen zur Tür. Als Nikolai Agnes zum Abschied einen Handkuss gab, da wusste sie: Dies war die große Liebe!
Agnes hatte großes Glück, dass sie im Christlichen Zeitalter, in welches sie geboren wurde und welches erst mit dem Jüngsten Tag enden würde, einen jungen Mann gefunden hatte, für den sie wahre Liebe empfand. Noch bevor Agnes‘ Eltern einen Jüngling hatten ersuchen können, hatte sie Nikolai getroffen.
Sie kehrte gerade vom Feld zurück, welches die Familie von einem Cousin geerbt hatte. Daher lag es nicht im direkten Umfeld zum Haus, sondern einen Fußmarsch an der Burgmauer entlang entfernt. Und wie sie den Kartoffelsack schleppte, kam ein Edelknecht vorbei und weil er soeben von seinem Herrn auf Freigang geschickt wurde, stieg er von seinem Ross und bot seine Hilfe an. „Wohin des Weges, junge Frau?“, fragte er und die Edelkeit sprach aus seiner Stimme. Dass er ein Knappe war, hatte Agnes sofort am Burgwappen auf seiner Brust und seinem Ross erkannt.
„Ich bin auf dem Weg zu meinem Elternhaus. Diese Kartoffeln muss ich dort hinbringen.“
Der Edelknecht nahm ihr den Beutel ab und band ihn an den Sattel seines Pferdes, welches er nun am Halfter führte. „Und wo befindet sich Ihr Elternhaus?“
„Direkt auf der anderen Seite der Burg, Herr Page, direkt in ihrem Schatten.“
„Sie und ihre Familie sind treue Leute?“
„Sehr treu.“
„Wie ist Ihr Name?“
„Ich bin Agnes Schmied, die Tochter des Hufbeschlagers Siegmund Schmied.“
Der Knappe nickte bedächtig: „Ich hörte von ihm. Er ist ein tüchtiger Mann.“
Sie gingen eine Weile schweigend, doch dann durchbrach Agnes‘ Neugier die Stille: „Darf ich nach Ihrem Namen fragen, edler Herr?“
Er lachte: „Ich dachte schon Sie fragen nie! Mein Name ist Nikolai Augustin, ich bin Schildknappe und lerne mein Handwerk auf Burg Wagenstein.“
„Das habe ich sogleich erkannt, an Ihrem Wappen und an Ihrem Pferd.“
Sie lachten einstimmig und als sie endlich an Agnes‘ Heim angekommen waren, war es um sie geschehen.
„Sind Sie bereits einem Manne versprochen?“, fragte Nikolai und zu seiner Freude schüttelte Agnes den Kopf.
„Ich werde bei Ihren Eltern um Ihre Hand halten. Erwarten Sie mich morgen, wenn die Sonne über den Horizont steigt, gemeinsam mit meinem Lehrmeister, Sire Frederik von Holstein.“
Beinahe wäre Agnes in eine Ohnmacht gefallen. Doch sie schleppte sich und den Sack Kartoffeln in das Haus das Schmieds und bereitete ihren Eltern die freudige Nachricht. Die waren ganz aus dem Häuschen und ihre Mutter begann sogleich, das Haus für den anstehenden Besuch vorzubereiten. „Welch frohe Botschaft! Agnes, das ist ein Wunder, dass du diesen Edelknecht heute getroffen hast.“, rief sie und wirbelte durch die Küche. Agnes kleine Schwester machte große Augen, doch sie verstand noch nicht, was vor sich ging.
Und nun wartete Agnes gebannt auf den Besuch von Nikolai und seinem Lehrmeister, einem wahren Ritter. Die Sonne stand schon ein gutes Stück über dem Horizont und bald wäre Agnes in Tränen aufgelöst gewesen, da klopfte es an die schwere Eichentür. Mit stolzgeschwellter Brust öffnete der Hufbeschlager Siegmund die Pforte und stand sowohl Nikolai als auch Sire von Holstein gegenüber. Die Pferde hatten sie am Gatter angebunden.
Agnes‘ Mutter stand am Ofen und kochte den Tee und einen Brei zum Frühstück auf und die Herren nahmen gerne um sich von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Wie die Mutter, so die Tochter. Mit funkelnden Augen begrüßte Agnes ihren Liebsten Nikolai und auch er schenkte ihr ein wärmendes Lächeln.
„Nun, Hufschmied, Sie führen Ihren Betrieb ganz ausgezeichnet, wie ich höre.“, begann Sire von Holstein die Unterhaltung.
„Viele Menschen kommen von weit her um die Hufe ihrer Tiere beschlagen zu lassen. Ich habe immer zu tun.“
Von Holstein nickte: „Sie sind also wirtschaftlich gut gestellt.“
Agnes‘ Eltern bestätigten dies.
„Wann wird Ihr Junge in den Ritterstand eintreten?“, fragte Siegmund gerade heraus.
„Wenn er es möchte, dann ist er in wenigen Monaten dazu befugt.“, antwortete von Holstein.
Wenige Monate nur noch! Welch Glücksfang!
„Dann ist er ein ganzes Stück älter als unsere Agnes.“, sagte Siegmund.
„Ich bin nun 20 Jahre alt, und Ihre Tochter besitzt gewiss die Reife, meine Frau zu werden.“, sagte Nikolai und wieder machte Agnes‘ Herz einen Hüpfer – welch Glück sie doch hatte! Sie würde regelmäßig zum Kartoffelfeld gehen und im Gebet ihre Dankbarkeit äußern.
„Sie ist nun 15 und hat alle wichtigen Fertigkeiten einer Frau gelernt. Auch auf dem Feld kann sie anpacken.“, brachte Agnes‘ Mutter ein.
„Auf dem Feld wird sie nie wieder arbeiten müssen.“, entgegnete von Holstein.
Und nachdem noch einige finanzielle und lokale Angelegenheiten geklärt waren, standen Nikolai und Sire von Holstein vom Tisch auf und gingen zur Tür. Als Nikolai Agnes zum Abschied einen Handkuss gab, da wusste sie: Dies war die große Liebe!
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So, leider habe ich keine Ahnung vom Mittelalter, ich hab noch nie einen historischen Roman gelesen und auch sonst bin ich nicht besonders fit auf dem Gebiet. (Das ändert sich aber nun, denn ich habe einen Roman von Iny Lorentz gewonnen, den ich im Rahmen der Einzelband-Challenge lesen möchte!)
Beim Thema "Liebe" hätte ich gerne etwas romantischeres geschrieben, aber irgendwie ließ die Vorstellung vom Mittelalter das bei mir nicht zu =( Dabei kommen mir jetzt, wo alles fertig ist, Gedanken über Prinzessinnen und Prinzen und so weiter. Aber die 5 Personen in einer Liebesgeschichte waren ebenfalls recht störend.
Ich hoffe nächste Woche fällt es mir leichter ;)
(Ihr merkt schon, die Geschichten kommen nicht ganz regelmäßig. Bitte verzeiht uns, wir haben ja auch noch anderes zu tun ;) )
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Die Stichpunkte für die nächste Geschichte sind:
Thema: Mord
Ort: Schule
Personen: 3
Zeit: 2.Weltkrieg
Stichwort: Katastrophe
...macht euch auf eine Menge Spannung gefasst...
Beim Thema "Liebe" hätte ich gerne etwas romantischeres geschrieben, aber irgendwie ließ die Vorstellung vom Mittelalter das bei mir nicht zu =( Dabei kommen mir jetzt, wo alles fertig ist, Gedanken über Prinzessinnen und Prinzen und so weiter. Aber die 5 Personen in einer Liebesgeschichte waren ebenfalls recht störend.
Ich hoffe nächste Woche fällt es mir leichter ;)
(Ihr merkt schon, die Geschichten kommen nicht ganz regelmäßig. Bitte verzeiht uns, wir haben ja auch noch anderes zu tun ;) )
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Die Stichpunkte für die nächste Geschichte sind:
Thema: Mord
Ort: Schule
Personen: 3
Zeit: 2.Weltkrieg
Stichwort: Katastrophe
Hey, schöne Geschichte :) Und davon träumt doch jedes Mädchen, das der Traummann auf seinem Pferd daher kommt und sie heiratet, sehr romantisch <3 :) Außerdem finde ich das du die alte Sprache total gut eingebracht hast! Mir gefällt sie sehr gut ^.^
AntwortenLöschenOh bei Mittelatler würde es mir genauso gehen. Man merkt zwar, dass du dich nicht so richtig in die Zeit reingetraut hast, aber das finde ich nicht so schlimm….besser als Mumpitz zu erzählen :D
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